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IM Invests

Anlegerverhalten

Der Rückschaufehler

Warum im Nachhinein alles absehbar war und weshalb das jedes Lernen aus Erfahrung untergräbt.

7 Min. LesezeitBeobachtung

Wer das Ergebnis kennt, erinnert seine frühere Einschätzung als treffender, als sie war. Damit fällt die Grundlage weg, aus der man lernen könnte.

Nach jedem Crash gibt es zahlreiche Menschen, die ihn kommen sahen. Ein Teil davon hat es tatsächlich vorher gesagt. Der größere Teil erinnert sich lediglich so – und zwar aufrichtig.

In Versuchen wurden Teilnehmer vor einem Ereignis nach ihrer Einschätzung gefragt und danach gebeten, ihre eigene frühere Antwort wiederzugeben. Die Erinnerung verschob sich verlässlich in Richtung des tatsächlichen Ausgangs, ohne dass es den Teilnehmern auffiel.

Warum das teuer ist

  • Lernen wird unmöglich. Wer glaubt, es vorher gewusst zu haben, sieht keinen Anlass, seine Vorgehensweise zu ändern.
  • Die Vergangenheit wirkt berechenbarer, als sie war. Daraus entsteht die Erwartung, die Zukunft ähnlich lesen zu können.
  • Gute Entscheidungen mit schlechtem Ausgang werden verworfen. Eine breit gestreute Anlage ist richtig, auch wenn eine Einzelwette in diesem Jahr mehr gebracht hätte. Wer nur am Ergebnis misst, lernt das Falsche.

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