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IM Invests

Makroanalyse

Der Konjunkturzyklus

Die vier Phasen, was in jeder von ihnen üblicherweise läuft – und warum die Einteilung erst im Rückblick eindeutig ist.

8 Min. LesezeitBeobachtung

Die Phasen des Zyklus sind gut beschrieben und in der Gegenwart nie eindeutig zuzuordnen. Wer meint, sie sicher zu erkennen, verwechselt Rückblick mit Sicht.

Wirtschaftsleistung wächst nicht gleichmäßig, sondern in Wellen. Die Einteilung in vier Phasen ist alt und hat sich als Beschreibung bewährt: Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung, Rezession.

Was in den Phasen üblicherweise geschieht.
PhaseKennzeichenWas meist steigt
AufschwungAuftragseingänge ziehen an, Arbeitslosigkeit fällt, Zinsen noch niedrigZykliker, kleine Werte, Industriemetalle
HochkonjunkturKapazitäten ausgelastet, Löhne und Preise ziehen an, Notenbank strafftEnergie, Rohstoffe – Anleihen leiden
AbschwungAufträge brechen ein, Lager füllen sich, Gewinne sinkenBasiskonsum, Gesundheit, lange Staatsanleihen
RezessionWirtschaftsleistung schrumpft, Arbeitslosigkeit steigt, Notenbank lockertStaatsanleihen – Aktien drehen meist mitten in der Phase

Die letzte Zeile enthält die wichtigste Beobachtung: Aktienmärkte drehen in aller Regel nach oben, während die Nachrichten noch schlecht sind. Wer auf gute Meldungen wartet, kauft nach der Erholung – der Markt läuft der Konjunktur um Monate voraus.

Wann eine Rezession eine ist

Die verbreitete Faustregel lautet: zwei aufeinanderfolgende Quartale mit schrumpfender Wirtschaftsleistung. In den Vereinigten Staaten entscheidet das jedoch ein Gremium des National Bureau of Economic Research anhand mehrerer Größen – und es lässt sich Zeit. Die Feststellung erfolgt regelmäßig erst ein halbes bis ein Jahr nach dem Beginn.

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