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IM Invests

Portfoliotheorie

Was Portfoliotheorie ist

Warum die Zusammensetzung mehr entscheidet als die Auswahl – und was Markowitz 1952 tatsächlich gezeigt hat.

6 Min. LesezeitRechenweg

Der Beitrag einer Anlage zum Depot hängt nicht davon ab, wie gut sie allein ist, sondern davon, wie sie sich zu allem anderen verhält.

Bis in die 1950er Jahre bestand Anlageberatung im Kern darin, gute Einzelwerte zu finden. Dass man mehrere kaufen sollte, war bekannt – warum genau, hatte niemand aufgeschrieben. Harry Markowitz tat es 1952 in einem vierzehnseitigen Aufsatz und bekam dafür achtunddreißig Jahre später den Wirtschaftsnobelpreis.

Die Einsicht in einem Satz

Das Risiko eines Depots ist nicht der Durchschnitt der Einzelrisiken. Es ist kleiner – und zwar umso kleiner, je weniger sich die Bestandteile im Gleichschritt bewegen. Zwei Anlagen mit je 20 Prozent Schwankung ergeben zusammen nur dann 20 Prozent, wenn sie exakt parallel laufen. Tun sie das nicht, liegt das Ergebnis darunter.

Daraus folgt der Satz, um den es in diesem ganzen Zweig geht: Eine Anlage wird nicht danach beurteilt, wie gut sie für sich ist, sondern danach, was sie zum Ganzen beiträgt. Eine schwankungsstarke Anlage kann ein Depot ruhiger machen, wenn sie sich gegenläufig bewegt.

Was dieser Zweig behandelt

  1. Messen. Wie Rendite und Schwankung sauber gerechnet werden – und warum die naheliegende Rechnung bei beiden falsch ist.
  2. Zusammensetzen. Korrelation, Streuung, Effizienzlinie: der Kern der Theorie.
  3. Bewerten. Beta, Alpha, Sharpe und die Frage, was eine Rendite wert ist, wenn man das Risiko dazurechnet.
  4. Misstrauen. Maximaler Rückgang, Value at Risk, Sequenzrisiko – die Größen, die zeigen, wo die schönen Kennzahlen aufhören.

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