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Technische Analyse

Korrekturformen: Zickzack, Flat und Dreieck

Zickzack, Flat in drei Fassungen, drei Dreiecksformen – und die zusammengesetzten Korrekturen W-X-Y und W-X-Y-X-Z.

14 Min. LesezeitAuslegung

Die Korrekturen sind der Teil der Theorie mit den meisten zugelassenen Formen. Genau deshalb lässt sich fast jede Seitwärtsphase im Nachhinein regelkonform auszählen.

13:10 übrig

Der Impuls kennt eine Grundform und vier Abweichungen. Die Korrektur kennt drei Grundformen, von denen zwei je drei Fassungen haben – und darüber hinaus die Möglichkeit, zwei oder drei fertige Korrekturen aneinanderzuhängen. Das ist der Teil der Theorie, an dem sich der Haupteinwand am deutlichsten zeigt.

Der Zickzack (5-3-5)

Die scharfe Korrekturform. Welle A fällt deutlich, Welle B holt einen Teil zurück, Welle C läuft klar unter das Tief von A.

Die scharfe Korrekturform: 5-3-5, und C läuft klar unter A. Die häufigste Gestalt der Welle 2.
  • Welle B holt üblicherweise 38,2 bis 61,8 Prozent von A zurück. Läuft sie über 61,8 Prozent hinaus, spricht das gegen einen Zickzack.
  • Welle C entspricht häufig der Länge von A oder dem 1,618-fachen davon.
  • Der Zickzack ist die typische Gestalt der Welle 2 und der Welle A.

Die Flat (3-3-5) in drei Fassungen

Die seitwärts verlaufende Korrekturform. Alle drei Fassungen haben denselben Aufbau; unterschieden werden sie ausschließlich daran, wo B und C relativ zum Startpunkt enden.

Alle drei sind 3-3-5. Unterschieden werden sie allein daran, wo B und C relativ zum Startpunkt enden.
Die drei Flat-Fassungen. Maßstab ist jeweils der Startpunkt von Welle A.
FassungWelle B endetWelle C endetWas daraus folgt
Normale Flatungefähr am Startpunkt (90 – 105 % von A)ungefähr auf Höhe des Tiefs von AGleichgewicht. Der Trend ist weder bestätigt noch gebrochen.
Erweiterte Flatüber den Startpunkt hinaus (über 105 % von A)unter dem Tief von ADie häufigste der drei. Das falsche Ausbrechen in Welle B fängt viele auf dem falschen Fuß.
Laufende Flatüber den Startpunkt hinausüber dem Tief von ADie Korrektur bleibt in Trendrichtung zurück – ein Zeichen für einen sehr starken übergeordneten Trend.

Das Dreieck (3-3-3-3-3)

Fünf Abschnitte A bis E, jeder dreiteilig. Ein Dreieck steht fast ausschließlich in Welle 4 oder in Welle B – also unmittelbar vor der letzten Bewegung einer Sequenz.

Fünf Abschnitte, jeder dreiteilig. Ein Dreieck steht fast immer direkt vor dem letzten Zug.
Die Dreiecksformen und wo sie auftreten.
FormBegrenzungenHäufigkeit
Kontrahierendlaufen beide aufeinander zudie weitaus häufigste Fassung
Barriereine Seite bleibt waagerechtseltener; im Ergebnis dem kontrahierenden ähnlich
Expandierendlaufen auseinander, die Schwankung nimmt zuselten und schwer zu handeln
LaufendWelle B überschreitet den Startpunkt von Aselten; gilt als besonders trendstark

Die Position ist der eigentliche Nutzen dieser Form: Wer ein Dreieck sicher erkennt, weiß, dass noch genau eine Bewegung in Trendrichtung aussteht. Nach ihr ist die Sequenz abgeschlossen. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen die Theorie eine überprüfbare Erwartung liefert.

Die Kombinationen: W-X-Y und W-X-Y-X-Z

Reicht eine einzelne Korrektur nicht aus, um die Zeit zu füllen, hängt die Theorie zwei oder drei davon aneinander. Die Verbindungsstücke heißen X-Wellen.

W-X-Y und W-X-Y-X-Z hängen fertige Korrekturen aneinander. Damit wird fast jede Seitwärtsphase zählbar.
Die zusammengesetzten Korrekturen.
BezeichnungAufbauBestandteile
Doppelte KorrekturW – X – Yzwei Korrekturmuster, verbunden durch eine X-Welle
Dreifache KorrekturW – X – Y – X – Zdrei Korrekturmuster, verbunden durch zwei X-Wellen
  • W, Y und Z sind jeweils vollständige Korrekturen für sich – ein Zickzack, eine Flat oder ein Dreieck.
  • X ist die Verbindungswelle. Sie ist selbst dreiteilig und läuft gegen die Richtung der Korrektur.
  • Ein Dreieck steht in einer Kombination fast immer an letzter Stelle, also als Y oder Z.
  • Mehr als drei Bestandteile sieht die Theorie nicht vor. Das ist die einzige Begrenzung dieser Bauform.

Die Sonderregeln der Kombinationen

Was innerhalb einer Kombination zulässig ist und was nicht. Diese Regeln grenzen die Bauform ein – ohne sie wäre sie beliebig.
RegelWas sie besagt
Höchstens drei BestandteileW-X-Y und W-X-Y-X-Z sind die einzigen Formen. Eine vierte Korrektur anzuhängen ist nicht vorgesehen.
Kein Zickzack zweimal hintereinanderZwei aufeinanderfolgende Zickzacks gelten nicht als Kombination, sondern als doppelter Zickzack – ein eigener Fall mit eigener Zählung.
Das Dreieck steht am EndeTritt ein Dreieck in einer Kombination auf, dann als letzter Bestandteil – also als Y oder Z, nie als W.
X ist selbst eine KorrekturDie Verbindungswelle ist dreiteilig und kann jede Korrekturform annehmen, meist einen Zickzack.
X bleibt kürzer als die NachbarnLäuft X weiter zurück als die Korrektur davor, ist es keine Verbindungswelle – dann liegt eine andere Zählung vor.
Die Bestandteile ähneln sich in der GrößeW, Y und Z sind üblicherweise etwa gleich lang. Ein deutlich größerer Bestandteil spricht gegen die Kombination.

Die praktisch wichtigste dieser Regeln ist die letzte: Ähneln sich W, Y und Z nicht in der Größe, stimmt die Zählung vermutlich nicht. Sie ist die einzige, die sich während der laufenden Bewegung prüfen lässt – alle übrigen setzen voraus, dass die Formen bereits fertig sind.

Was sich davon behalten lässt

Zwei Dinge sind auch ohne Zählung brauchbar. Erstens die Beobachtung, dass Korrekturen in drei Abschnitten verlaufen, Trendbewegungen dagegen in fünf – wer nach einem Rücksetzer die Struktur zählt, hat einen Anhaltspunkt, ob der Trend weiterläuft oder gedreht hat. Zweitens die Erwartung, dass ein Dreieck vor der letzten Bewegung steht.

Beides sind Erfahrungssätze und keine Gesetzmäßigkeiten. Sie taugen als Erwartungshaltung, nicht als Grundlage für eine Position ohne Absicherung.

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