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IM Invests

Depot & Broker · Stufe 1 von 3

Depot und Broker einfach erklärt

Nach dieser Stufe weißt du, was ein Depot ist, welche Angaben bei der Eröffnung wichtig sind und wie deine erste Order aussieht.

Beginner11 Min. LesezeitAusgearbeiteter Text4 Quizfragen
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Ein Depot ist ein Konto, auf dem statt Geld Wertpapiere liegen. Dazu gehört immer ein zweites Konto, das Verrechnungskonto, über das das Geld läuft: Dorthin überweist du, von dort wird der Kaufpreis abgebucht, dort landen Verkaufserlöse und Dividenden.

Der wichtigste Unterschied zum Bankkonto

Geld auf einem Konto gehört rechtlich der Bank – sie schuldet es dir. Wertpapiere im Depot gehören dir; die Bank verwahrt sie nur. Das klingt nach Haarspalterei und ist im Ernstfall der ganze Unterschied.

Was bei einer Insolvenz des Anbieters passiert
Guthaben auf dem VerrechnungskontoWertpapiere im Depot
Gehörtder Bank – sie schuldet es dirdir
Im InsolvenzfallFällt in die Masse, geschützt durch die EinlagensicherungWird herausgegeben oder übertragen, fällt gar nicht erst hinein
Obergrenze100.000 Euro je Person und InstitutKeine – es ist ja deins
Die Einlagensicherung schützt das Konto, nicht das Depot. Das klingt nach einer Lücke und ist das Gegenteil: Was dir gehört, braucht keine Sicherung.

Die Eröffnung

Sie dauert meist eine halbe Stunde und läuft überall ähnlich ab. Vier Angaben lohnen besondere Aufmerksamkeit, weil sie später Arbeit sparen:

  1. Steuer-Identifikationsnummer. Ohne sie kann der Broker keinen Freistellungsauftrag berücksichtigen. Sie steht auf jedem Steuerbescheid.
  2. Freistellungsauftrag. Gleich bei der Eröffnung einrichten. Ohne ihn wird auf jeden Ertrag Steuer abgeführt, die du erst über die Steuererklärung zurückbekommst – ein Jahr später.
  3. Kirchensteuermerkmal. Wird automatisch beim Bundeszentralamt abgefragt; ein Widerspruch dagegen ist möglich, verlagert die Zahlung dann aber in die Steuererklärung.
  4. Angemessenheitsprüfung. Der Broker fragt nach Erfahrung und Kenntnissen. Das ist keine Prüfung, die man bestehen muss – es ist eine gesetzliche Pflicht, dich zu warnen, wenn du etwas kaufst, das nicht zu deinen Angaben passt.

Die erste Order

Eine Wertpapierorder braucht fünf Angaben. Vier davon sind schnell erklärt, die fünfte ist die wichtigste.

  • Was? Die ISIN ist die weltweit eindeutige Kennung, zwölf Stellen. Die WKN ist die ältere deutsche Kurzform mit sechs Stellen. Im Zweifel die ISIN nehmen – Namen sind mehrdeutig, es gibt Dutzende Fonds mit „Global“ im Titel.
  • Wie viel? Stückzahl oder Betrag. Bei ETFs sind meist Bruchstücke möglich, sodass jeder Betrag passt.
  • Wo? Der Handelsplatz. Für deutsche Werte ist der elektronische Referenzmarkt tagsüber meist die günstigste Wahl.
  • Wie lange? Gültigkeit der Order – nur heute oder bis zu einem Datum.
  • Zu welchem Preis? Und hier lohnt es sich, kurz nachzudenken.

Woran du einen passenden Anbieter erkennst

Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind kleiner geworden, aber nicht verschwunden. Sechs Punkte entscheiden, und keiner davon ist die Aufmachung der App:

Was zu prüfen ist – und worauf es hinausläuft
PunktWoran es hängt
DepotgebührSollte null sein. Eine Gebühr für die reine Verwahrung ist heute nicht mehr üblich
SparplanausführungBei kleinen Raten der größte Posten überhaupt. Ein Euro auf 25 Euro Rate sind vier Prozent
OrdergebührNur wichtig, wenn du selbst kaufst statt per Sparplan – dann aber pro Kauf
AuswahlSind die Wertpapiere handelbar, die du willst? Und sind sie sparplanfähig?
Steuerlicher SitzEin deutscher Anbieter führt die Steuer automatisch ab. Bei ausländischen musst du sie selbst erklären
ErreichbarkeitNur relevant, wenn etwas schiefgeht – dann aber sehr

Was du dir merken solltest

  • Wertpapiere gehören dir, Guthaben gehört der Bank – das entscheidet den Insolvenzfall.
  • Freistellungsauftrag und Steuer-ID gleich bei der Eröffnung erledigen.
  • Die ISIN ist eindeutig, der Name nicht.
  • Limit statt Market, besonders außerhalb der Haupthandelszeit.
  • Beim Vergleich zählen Depotgebühr, Sparplankosten und der steuerliche Sitz – nicht die App.
  • Der Wechsel ist kostenfrei und löst keine Steuer aus. Die erste Wahl bindet dich nicht.

Wissenscheck

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4 Fragen, eine richtige Antwort pro Frage. Nach jeder Antwort bekommst du die Begründung – auch wenn du richtig lagst. Es gibt kein Zeitlimit und keine Bewertung, die irgendwo landet.

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