Amazon stieg im nachbörslichen Handel um mehr als neun Prozent. Das Unternehmen hatte einen Quartalsumsatz gemeldet, der über den Prognosen lag – getragen vom Cloud-Geschäft und von der Erwartung weiter steigender Ausgaben für künstliche Intelligenz.
Warum die größte Bewegung außerhalb der Öffnungszeit liegt
Große US-Unternehmen berichten fast immer nach Handelsschluss. Das ist kein Zufall, sondern Absicht: Eine Meldung mitten im Handel träfe auf einen laufenden Markt und erzeugte Sprünge, bevor irgendjemand die Zahlen gelesen hat. Nach Börsenschluss haben alle dieselben Stunden Zeit.
Gehandelt wird trotzdem – im nachbörslichen Handel, aber mit viel weniger Beteiligten. Weniger Beteiligte heißt größere Ausschläge bei kleineren Aufträgen. Ein Plus von neun Prozent nach Börsenschluss ist deshalb ein Signal, keine feststehende Bewertung.
Was daraus folgt: Wer eine Quartalsmeldung als Anlass für eine Entscheidung nimmt, hat es selten eilig. Der reguläre Handel am nächsten Tag zeigt, was der Markt wirklich davon hält – und er ist der erste Kurs, zu dem man vernünftig handeln kann.
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