AMD hat am Dienstag nach Börsenschluss Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt, die die Erwartungen der Wall Street übertrafen. Der Umsatz stieg um 45 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,09 Dollar nach zuvor erwarteten 1,95 Dollar. Die Aktie legte nachbörslich rund 8 Prozent zu.
Data Center macht inzwischen zwei Drittel des Umsatzes aus
Der Umsatz im Geschäft mit Rechenzentren hat sich binnen eines Jahres fast verdoppelt. Er macht inzwischen 64 Prozent des Konzernumsatzes aus, vor einem Jahr waren es 47 Prozent. Den genauen Dollarbetrag des Data-Center-Umsatzes nennt die Mitteilung nicht.
PC- und Gaming-Geschäft schrumpft deutlich
Im Gegensatz dazu sank der Umsatz mit PC- und Gaming-Chips um 8 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar, der reine Gaming-Umsatz brach um 40 Prozent ein. Für das laufende vierte Quartal erwartet AMD einen Umsatz von rund 17 Milliarden Dollar, etwa zwei Drittel mehr als im Vorjahresquartal, bei einer Bruttomarge von rund 55 Prozent.
Was daraus folgt: Ein Konzernumsatz, der um 45 Prozent wächst, kann zwei sehr unterschiedliche Geschäfte überdecken. Hier wächst das Rechenzentrumsgeschäft kräftig, während das Geschäft mit Spielekonsolen-Chips schrumpft – wer nur auf die Gesamtzahl schaut, übersieht, dass ein Unternehmen gleichzeitig einen Boom und einen Rückgang erleben kann.
Quellen
- CNBC, 03.11.2026, 23:04 Uhr: „AMD stock jumps 8% on earnings as data center revenue nearly doubles"
- onvista / dpa-AFX, 03.11.2026, 21:39 Uhr: „KI-Boom heizt AMD-Wachstum weiter an - Aktie legt nachbörslich kräftig zu"
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