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Apple verliert sechs Prozent – trotz 22 Prozent mehr iPhones

Der iPhone-Absatz stieg um 22 Prozent, der Umsatz übertraf die Schätzungen – und die Aktie fiel über sechs Prozent. Der Grund steckt in einer einzigen Sparte.

Redaktion IM Invests5 Min. Lesezeit

Apple fiel nachbörslich um mehr als sechs Prozent. Dabei übertraf der Quartalsumsatz die Schätzungen, und die iPhone-Verkäufe legten um 22 Prozent zu. Verfehlt wurden die Erwartungen an einer Stelle: bei den Umsätzen im Dienstleistungsbereich.

Warum ausgerechnet diese Sparte den Kurs bewegt

Ein Kurs bildet nicht ab, was ein Unternehmen verdient, sondern was der Markt künftig erwartet. Hardware-Verkäufe sind einmalig und schwanken mit dem Produktzyklus. Dienstleistungen – App Store, Abonnements, Cloud – kommen wiederkehrend, mit höherer Marge und besser planbar. Genau deshalb wiegt eine Enttäuschung dort schwerer als ein guter Hardware-Monat.

Dazu kommt der Bezugspunkt. Die Erwartung ist bereits im Kurs enthalten, bevor die Zahlen erscheinen. Wer eine Aktie kauft, zahlt schon für das erwartete Wachstum. Erfüllt sich die Erwartung nur, ist das keine gute Nachricht – es ist keine Nachricht. Bewegung entsteht allein durch die Abweichung.

Was daraus folgt: „Gute Zahlen, fallender Kurs“ ist kein Widerspruch und keine Unvernunft des Marktes. Es heißt, dass die Zahlen gut waren – aber weniger gut als eingepreist. Wer das einmal verstanden hat, liest Quartalsberichte anders.

Quellen

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