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BASF und Evonik: Größte Fusion der Chemiebranche weiter offen

Fusionierten BASF und Evonik, entstünde ein Konzern mit rund 74 Milliarden Euro Umsatz. Doch Evonik hält das Angebot weiter für zu niedrig.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

BASF wirbt weiter um den Chemiekonzern Evonik. Es wäre die größte Fusion in der deutschen Chemiebranche: Zusammen kämen beide Konzerne auf einen Jahresumsatz von rund 74 Milliarden Euro. Doch noch sträubt sich Evonik gegen eine Einigung.

Ein Angebot, das Evonik für zu niedrig hält

Ende September hatte BASF ein Übernahmeangebot öffentlich gemacht. Zuletzt bot der Konzern nach Informationen von dpa-AFX rund 11 Milliarden Euro beziehungsweise etwa 24 Euro je Evonik-Aktie, nachdem ein früheres Angebot von 22,15 Euro je Aktie abgelehnt worden war. Die RAG-Stiftung, mit rund 43 Prozent größte Evonik-Aktionärin, hat bei einer Entscheidung besonderes Gewicht.

Warum Größe allein kein Ziel ist

BASF-Chef Markus Kamieth nannte einen Zusammenschluss zuletzt einen logischen Schritt, sagte aber: „Wir werden keinen überhöhten Preis zahlen.“ Ein größerer Konzern solle Anlagen besser auslasten, Kosten senken und im Wettbewerb mit asiatischen Produzenten mehr Gewicht haben. Die IG BCE äußerte bereits kritische Fragen zu den Plänen, und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen sprach sich gegen eine Übernahme aus.

Was daraus folgt: Ein zurückgewiesenes Angebot zeigt, dass der Preis für ein Unternehmen keine feste Zahl ist, sondern Verhandlungssache zwischen Vorstand und Großaktionären. Selbst eine Fusion, die betriebswirtschaftlich sinnvoll erscheint, kann an Belegschaft, Landespolitik und Kartellrecht noch scheitern – Größe allein ist kein Freibrief für eine Genehmigung.

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