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Bank of Japan hält Leitzins bei 1,25 Prozent

Japans Notenbank lässt den Leitzins unverändert und erklärt ihr Inflationsziel für erreicht. Am Markt wird schon der nächste Zinsschritt im Dezember erwartet.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Die Bank of Japan lässt ihren Leitzins unverändert. Sie bleibt bei 1,25 Prozent, dem höchsten Stand seit 1995. Das Niveau hatte die Notenbank erst Mitte September angehoben, um 0,25 Prozentpunkte.

Nach eigenen Angaben ist ihr Inflationsziel von zwei Prozent damit erreicht. Zugleich signalisiert sie, dass eine weitere Anhebung möglich ist. Am Markt wird mehrheitlich mit einem nächsten Schritt im Dezember gerechnet.

Eine erwartete Entscheidung bewegt wenig

Für Anleger war die Entscheidung keine Überraschung. Volkswirte hatten mehrheitlich genau diesen Ausgang erwartet. An Finanzmärkten bewegt eine Nachricht vor allem dann etwas, wenn sie von der Erwartung abweicht, nicht, wenn sie sie bestätigt. Diese Logik heißt eingepreiste Erwartung: Ist ein Ergebnis schon vorher in den Kursen enthalten, bleibt die Reaktion gering.

Der billige Yen und seine Grenzen

Hinter dem Börsenboom in Tokio steckt seit Jahren vor allem ein billiger Yen, schreibt die WirtschaftsWoche. Steigende Löhne und steigende Zinsen in Japan könnten die Währung jetzt aber stärken.

Ein stärkerer Yen würde japanische Exporte teurer machen. Er könnte Anleger zudem dazu bringen, günstige Kredite in Yen, sogenannte Carry Trades, aufzulösen.

Was daraus folgt: Wer auf Japan setzt, sollte nicht nur den Leitzins im Blick behalten, sondern auch die Erwartung dahinter. Die nächste Bewegung entsteht vermutlich nicht am Tag der Entscheidung selbst, sondern an dem Tag, an dem die Notenbank von ihrem bisherigen Pfad abweicht.

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