Am Ölmarkt ging es am Freitag weiter nach oben. Die Nordsee-Sorte Brent kostete zeitweise 116,83 Dollar pro Barrel, ein Plus von 3,3 Prozent. Nach Angaben von CNBC ist das der höchste Stand seit sechs Monaten. Auslöser sind anhaltende Spannungen im Nahen Osten.
Trump wirft Iran vor, den Markt zu manipulieren
US-Präsident Donald Trump beschuldigte Iran am Donnerstag, gezielt auf den Ölpreis einzuwirken. Welche Belege er dafür anführte, geht aus der vorliegenden Meldung nicht hervor. Die Anschuldigung reiht sich ein in eine Serie von Zwischenfällen rund um die Straße von Hormus und saudi-arabische Ölanlagen, die den Ölpreis in den vergangenen Wochen bereits mehrfach bewegt haben.
Der nächste Fed-Zinsentscheid rückt näher
Parallel richtet sich der Blick auf die US-Notenbank. Sie entscheidet am kommenden Mittwoch über ihren Leitzins. Die meisten Ökonomen erwarten laut der WirtschaftsWoche, dass die Fed ihn in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent hält. Auch die Europäische Zentralbank dürfte nach ihren Zinserhöhungen im Juni und September zunächst pausieren.
Was daraus folgt
Was daraus folgt: Ein teurerer Ölpreis verteuert Sprit, Heizkosten und viele Vorprodukte zugleich. Das erschwert es den Notenbanken, die Inflation weiter zu drücken, selbst wenn sie an ihren Leitzinsen vorerst nichts ändern.
Quellen
- CNBC, Meldung vom 23.10.2026, 19:21 Uhr GMT: „Brent crude oil tops $116, a six-month high, as tensions swell in the Middle East“
- WirtschaftsWoche, Finanzen, Sören Imöhl, Live-Ticker vom 23.10.2026, 16:01 Uhr: „Ölpreis aktuell: Ölpreise steigen weiter“
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IM Invests · https://iminvests.de/news/brentoel-sechsmonatshoch-trump-vorwurf-iran/