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Geldanlage

48 Millionen Verlust bei 3,1 Millionen Umsatz

D-Wave meldete laut wallstreet-online 48 Millionen Dollar Verlust bei 3,1 Millionen Umsatz. Warum Umsatzvielfache bei jungen Firmen in die Irre führen.

Redaktion IM Invests5 Min. Lesezeit

wallstreet-online meldete am 6. August für den Quantencomputer-Anbieter D-Wave einen Verlust von 48 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 3,1 Millionen US-Dollar. finanzen.net führte den Wert am selben Tag unter „D-Wave enttäuscht“.

Was diese Relation bedeutet

Das Unternehmen gibt für jeden eingenommenen Dollar ein Vielfaches aus. Bei einem jungen Technologieunternehmen ist das nicht automatisch ein Alarmzeichen – Forschung kostet, bevor sie etwas einbringt. Es bedeutet aber, dass der Betrieb aus eigener Kraft nicht trägt und laufend frisches Geld braucht.

Woher dieses Geld kommt, ist die entscheidende Frage. Kommt es aus der Ausgabe neuer Aktien, sinkt der Anteil der bisherigen Eigentümer an allem, was später einmal verdient wird. Der Kurs kann steigen, während der eigene Anteil am Unternehmen schrumpft.

Warum das Kurs-Umsatz-Verhältnis hier versagt

Bei Firmen ohne Gewinn greift das Kurs-Gewinn-Verhältnis nicht – man kann nicht durch eine negative Zahl teilen. Ersatzweise wird gern das Kurs-Umsatz-Verhältnis genommen. Bei einem Umsatz von 3,1 Millionen ist dieser Nenner aber so klein, dass jede Bewertung ein extremes Vielfaches ergibt.

Was daraus folgt, ist keine Aussage über die Technik oder die Aussichten dieses Unternehmens – dazu geben die abgerufenen Meldungen nichts her. Es ist eine Aussage über das Werkzeug: Wer eine Firma ohne Gewinn mit Kennzahlen bewertet, die Gewinn voraussetzen, bekommt eine Zahl, die aussieht wie eine Antwort und keine ist.

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