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Rekord in Frankfurt, Minus in New York – derselbe Anlass, zwei Reaktionen

Der Dax klettert erstmals über 26.500 Punkte, der Euro Stoxx 50 markiert ein Rekordhoch – die Wall Street schließt trotz derselben Signale im Minus.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Am Dienstag stand für den Dax ein Rekord zu Buche: Erstmals kletterte der deutsche Leitindex über die Marke von 26.500 Punkten, und auch der Euro Stoxx 50 schloss auf einem neuen Höchststand. Am Mittwochmorgen notiert der Dax laut wallstreet-online bei rund 26.376 Punkten – knapp unter dem Rekord, aber weiter auf hohem Niveau.

Dieselbe Nachricht, zwei Börsen

Getragen wurde der europäische Rekordlauf von Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten, wie es in den Marktberichten vom Dienstagabend heißt. Genau dieselben positiven Signale rund um den Iran-Konflikt sollten laut dpa-AFX auch die Wall Street stützen – taten es aber nicht: Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Composite und Nasdaq 100 schlossen den Dienstagshandel allesamt im Minus.

Warum eine Nachricht nicht überall gleich wirkt

Das ist kein Widerspruch, sondern zeigt, wie unterschiedlich Indizes auf dieselbe Information reagieren können. Europäische Indizes hängen stärker an der Risikoprämie für den Nahen Osten – insbesondere über den Ölpreis und die Energieversorgung –, während an der Wall Street zusätzlich hausgemachte Themen wie einzelne Quartalszahlen und die Vorfreude auf die US-Inflationsdaten mitspielen. Wer nur die eine Zahl sieht, den Dax-Rekord, verpasst die zweite Hälfte der Geschichte.

Was daraus folgt: Ein Rekordhoch ist eine Momentaufnahme, kein Urteil über die Weltlage. Dieselbe Nachricht kann zwei Indizes in entgegengesetzte Richtungen bewegen, weil in ihre Kurse jeweils unterschiedliche Erwartungen eingepreist sind.

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