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Gold steigt weltweit, in China bleibt es günstiger

Der Goldpreis zieht laut Goldreporter in China und Europa an, doch Shanghai hinkt hinterher: Der Preisabschlag zum Weltmarkt wächst auf 31 Dollar je Feinunze.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Der Goldpreis zieht laut Goldreporter in China und Europa kräftig an. Eine Ausnahme bildet ausgerechnet der wichtige chinesische Handelsplatz Shanghai: Dort bleibt der Preis zurück, der sogenannte China-Spread fällt auf minus 31 US-Dollar je Feinunze.

Ein Rohstoff, mehrere Preise

Gold gilt als globaler Rohstoff mit einem Weltmarktpreis – tatsächlich bilden sich an unterschiedlichen Handelsplätzen aber unterschiedliche Preise, weil Kapitalverkehrskontrollen, lokale Ein- und Ausfuhrregeln sowie unterschiedliche Nachfrage den Handel zwischen den Märkten begrenzen.

Ein negativer China-Spread bedeutet: Gold ist in China günstiger zu haben als im Rest der Welt – zunächst das Gegenteil dessen, was man bei der oft berichteten hohen chinesischen Nachfrage erwarten würde.

Korrelation ist nicht Gleichheit

Dass sich zwei Preise in dieselbe Richtung bewegen – hier: beide Regionen im Aufwind –, heißt nicht, dass sie gleich stark reagieren oder dauerhaft zusammenbleiben. Genau diese Lücke ist der China-Spread: ein Gradmesser dafür, wie stark sich ein Markt vom Weltmarkt abkoppelt, obwohl beide grundsätzlich demselben Trend folgen.

Was daraus folgt: Wer den Goldpreis nur als eine einzige Zahl liest, übersieht, dass er sich aus mehreren, nicht immer synchronen Regionalmärkten zusammensetzt – ein Umstand, der sich bei jedem global gehandelten Rohstoff wiederfinden lässt.

Quellen

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