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Gold kämpft mit der 4.400-Dollar-Marke, obwohl der Ölpreis Nahost-Sorgen zeigt

Während Öl wegen Nahost-Ängsten steigt, tritt Gold auf der Stelle. Grund laut Goldreporter: steigende Marktzinsen bremsen den sonst gefragten sicheren Hafen.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Während der Ölpreis wegen der Sorge um eine Nahost-Eskalation deutlich zulegt, tritt Gold auf der Stelle. Goldreporter titelt dazu in seinen Top-News: Marktzinsen steigen: Gold kämpft um die Marke von 4.400 USD.

Die Kursleisten bestätigen das Bild: finanzen.net zeigt Gold heute früh bei 4.407 US-Dollar, ein Minus von 0,2 Prozent. wallstreet-online notiert 4.405,31 US-Dollar, ein Minus von 0,26 Prozent – zwei Quellen, ein sehr ähnliches Bild.

Zwei Kräfte, ein Preis

Normalerweise würden geopolitische Sorgen wie im Nahen Osten sowohl Öl als auch Gold als sicheren Hafen nach oben treiben. Goldreporter nennt für den heutigen Gegenwind stattdessen steigende Marktzinsen als Grund: Wer Gold hält, verzichtet auf Zinsen – steigen die Zinsen anderer Anlagen, wird dieser Verzicht teurer, und das drückt auf die Nachfrage nach Gold.

Auffällig ist der Unterschied zu Silber: Laut wallstreet-online steigt der Silberpreis heute früh um 1,65 Prozent auf 65,77 US-Dollar – während Gold im Minus liegt. Warum genau Silber sich heute anders bewegt als Gold, geht aus den Quellen nicht hervor; anzumerken ist nur, dass Silber neben seiner Rolle als Wertspeicher auch als Industriemetall gehandelt wird, was grundsätzlich zu stärkeren Ausschlägen führen kann.

Was daraus folgt: Gold ist kein automatischer Krisenschutz. Wenn mehrere Kräfte gleichzeitig auf den Preis wirken – hier Nahost-Sorgen gegen steigende Zinsen –, kann sich am Ende auch wenig bis gar nichts bewegen.

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