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Geldpolitik

Inflationsdaten am Donnerstag: auf welche Zahl es ankommt

Am 30. Juli kommt die Schnellschätzung für Juli. Für die Notenbanken zählt dabei nicht die Zahl in den Schlagzeilen, sondern eine zweite daneben.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Am Donnerstag, dem 30. Juli, veröffentlicht das Statistische Bundesamt die vorläufigen Ergebnisse des harmonisierten Verbraucherpreisindex für Juli. Für den Euroraum erwartet die LBBW einen leichten Rückgang auf 2,7 Prozent bei einer unveränderten Kernrate von 2,4 Prozent. Im selben Zeitraum kommen die BIP-Zahlen für das zweite Quartal.

Zwei Raten, zwei Fragen

Gesamtrate und Kernrate im Vergleich
GesamtrateKernrate
EnthältAlles im WarenkorbAlles außer Energie und Nahrungsmitteln
BeantwortetWie viel teurer ist das Leben geworden?Hat sich die Teuerung in der Breite festgesetzt?
SchwanktStark – Energiepreise bewegen sich sprunghaftTräge, dafür hartnäckig
Wichtig fürDen HaushaltDie Notenbank

Die Kernrate lässt ausgerechnet das weg, was für viele Haushalte am meisten zählt – Heizung, Tanken, Lebensmittel. Als Aussage über die Lebenshaltungskosten taugt sie deshalb nicht. Ihr Zweck ist ein anderer: Energiepreise werden von Wetter, Kriegen und Förderquoten getrieben, also von Dingen, auf die ein Leitzins keinen Einfluss hat. Wer wissen will, ob die Teuerung im Rest der Wirtschaft angekommen ist, muss sie herausrechnen.

Was daraus folgt

Für die eigene Anlage ist die Inflationsrate keine Handlungsaufforderung, sondern die Messlatte. Erst was über ihr liegt, ist ein echter Zuwachs – ein Tagesgeldzins von zwei Prozent bei 2,7 Prozent Inflation lässt das Konto wachsen und die Kaufkraft schrumpfen. Genau diese Rechnung führt das Lernthema Inflation Schritt für Schritt vor.

Quellen

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