Am letzten Handelstag des Juli schlossen die drei großen US-Indizes im Plus: der S&P 500 mit 0,7 Prozent auf 7.489,72 Punkte, der Dow Jones Industrial mit 0,53 Prozent oder 276,97 Punkten auf 52.485,03 und der Nasdaq Composite mit 1 Prozent auf 25.373,85. Amazon sprang nach Quartalszahlen um 15 Prozent, Apple gab über 7 Prozent nach.
Und trotzdem war der Monat kein guter
Für den Juli insgesamt steht beim S&P 500 ein Minus von 0,1 Prozent, beim Nasdaq Composite ein Minus von 3,2 Prozent. Nur der Dow schloss den Monat mit plus 0,3 Prozent – sein vierter Plusmonat in Folge.
Das ist kein Widerspruch und keine Ungenauigkeit. Es sind schlicht zwei verschiedene Fragen: Was hat sich seit gestern getan, und was seit dem 30. Juni? Ein starker Schlusstag kann einen schwachen Monat nicht heilen, er kann ihn nur abmildern.
Warum das mehr ist als eine Formalie
Eine Schlagzeile nennt fast immer nur einen dieser Zeiträume, und meistens den, der am meisten hergibt. „Wall Street beendet den Monat mit Gewinnen“ ist zum Freitag richtig und zum Juli falsch – je nachdem, worauf sich das Wort „Monat“ bezieht.
Wer eine Zahl liest, prüft deshalb zuerst den Anfangspunkt. Ohne ihn ist eine Prozentangabe unvollständig: Sie beschreibt eine Strecke, und eine Strecke braucht zwei Enden.
Was daraus folgt: Die eigene Anlage misst man an dem Zeitraum, in dem man sie hält – nicht an dem, der gerade in der Überschrift steht. Wer seit Januar dabei ist, sieht beim S&P 500 rund neun Prozent Plus und hat den Juli kaum bemerkt.
Quellen
- CNBC: „S&P 500 closes higher Friday as Amazon surges; Dow posts fourth straight winning month“ (Live-Blog, 31. Juli 2026)
- The Associated Press / The Epoch Times: „How Major US Stock Indexes Fared July 31“ (31. Juli 2026)
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