Am Sonntag meldeten zwei Kriegsparteien neue Vorfälle rund um den Ölmarkt. Die Ukraine griff nach einem Bericht einen Ölhafen an. Ziel war demnach eine Anlage in St. Petersburg. Eine zweite, unabhängige Quelle dazu lag bislang nicht vor.
Die Ukraine hatte bereits am Freitag angekündigt, russische Ölraffinerien anzugreifen. Zu diesem Zeitpunkt eskalierte zugleich der Konflikt am Persischen Golf: Iran hatte seine Angriffe in der Straße von Hormus verstärkt, und Brent näherte sich 110 Dollar je Barrel.
Saudi-Arabien wehrt Raketen aus dem Jemen ab
Fast zur gleichen Zeit fing Saudi-Arabien zwei Raketen ab. Die Agentur dpa-AFX berichtete, die Raketen seien aus dem Jemen gekommen. Zum beabsichtigten Ziel wurde nichts bekannt.
Beide Vorfälle treffen denselben Markt aus zwei Richtungen. Im Norden Russlands geht es um Exportinfrastruktur, am Roten Meer um eine Schifffahrtsroute, über die viel Öl transportiert wird.
Was daraus folgt: Ölpreise reagieren oft schon auf die Möglichkeit einer Lieferstörung, nicht erst auf eine bestätigte. Diese eingepreiste Risikoprämie kann wieder sinken, sobald sich ein Vorfall als folgenlos herausstellt – unabhängig davon, ob die Attacke selbst bestätigt wird.
Quellen
- onvista, dpa-AFX-Meldung vom 18.10.2026, 10:35 Uhr: „ROUNDUP: Saudi-Arabien fängt zwei ballistische Raketen aus dem Jemen ab“
- wallstreet-online, dpa-AFX-Meldung vom 18.10.2026, 11:57 Uhr: „Bericht: Ukraine greift Ölhafen in St. Petersburg an“
- CNBC, 16.10.2026, 20:02 Uhr GMT: „Brent oil touches $110 as Iran escalates Hormuz attacks, Ukraine vows to hit Russian refineries“
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