Rohöl der Sorte Brent kostete in der Nacht zum Montag rund 104 Dollar pro Fass. Das zeigt die Preisleiste von wallstreet-online, Stand kurz nach 2 Uhr.
Mehr Öl, mehr Gas – trotz Blockade-Rhetorik
Nach einer Analyse von Société Générale vom Dienstag liegen die Ölexporte aus der Golfregion trotz der Blockade-Drohungen an der Straße von Hormus inzwischen über dem Niveau vor dem Krieg. Die Freigabe von US-Dieselreserven habe zudem einen zuvor verhängten Exportstopp abgewendet. Auch der Tankerverkehr mit Flüssiggas durch die Straße von Hormus erreichte laut derselben Quelle den höchsten Stand seit Kriegsbeginn.
Der Preis bleibt trotzdem fest
Die technische Einschätzung von BNP Paribas vom Freitag sprach von einem kurzfristigen Aufwärtstrend beim Ölpreis, einen Tag zuvor war bereits von einem bestätigten mittelfristigen Aufwärtstrend die Rede. Warum der Preis trotz der gemeldeten Entspannung bei Fördermengen und Tankerverkehr nicht stärker nachgegeben hat, nennt keine der gesichteten Quellen.
Was daraus folgt
Was daraus folgt: Ein Ölpreis reagiert nicht nur auf die aktuell verschiffte Menge, sondern auch auf die eingepreiste Unsicherheit über künftige Lieferungen. Diese Risikoprämie kann bestehen bleiben, selbst wenn die Mengen im Moment höher ausfallen als befürchtet.
Quellen
- wallstreet-online, Rohstoffpreise, Stand 12.10.2026, kurz nach 2 Uhr MESZ: Brent 103,90 USD
- wallstreet-online, Rohstoff-Analysen, Société Générale vom 6.10.2026: „Freigabe von Dieselreserven wendet US-Exportstopp ab“ und „Trotz Hormus-Blockade: Ölexporte aus der Golfregion über Vorkriegsniveau“
- wallstreet-online, Rohstoff-Analysen, BNP Paribas S.A., dailyOEL vom 9.10.2026: „Kurzfristiger Aufwärtstrend“
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IM Invests · https://iminvests.de/news/oelpreis-104-dollar-hormus-entspannung/