Eine Prognose von wallstreet-online bezeichnet den August als „Schicksalsmonat“ für Silber und sieht die Trendwende der zuletzt ins Stocken geratenen Erholungsrallye jetzt bevorstehen. Warum ausgerechnet dieser Monat entscheidend sein soll, führt die Überschrift nicht aus – die Begründung dafür gibt die vorliegende Quelle nicht her. Am Morgen des 17. August notiert Silber laut der Kursleiste bei 64,70 US-Dollar, ein Plus von 0,35 Prozent.
Silber ist nicht einfach das kleine Gold
Ein erheblicher Teil der weltweiten Silbernachfrage kommt aus der Industrie – etwa aus Elektronik, Solartechnik und Medizintechnik. Gold wird dagegen kaum industriell verbraucht, sondern überwiegend als Wertanlage und Schmuck gehalten. Dieser Unterschied erklärt, warum Silber stärker auf Konjunkturerwartungen reagiert als Gold und historisch sowohl in Aufschwüngen als auch in Abschwüngen ausgeprägtere Kursbewegungen zeigt.
Was eine Prognose leisten kann – und was nicht
Eine Trendwende „jetzt“ zu erwarten, ist eine Einschätzung, keine Tatsache. Solche Prognosen beruhen meist auf Chartmustern oder Positionierungsdaten, die auch anders ausgehen können, als die Überschrift suggeriert.
Was daraus folgt: Ob August tatsächlich zum Wendepunkt wird, lässt sich heute nicht überprüfen – nachvollziehbar ist dagegen, warum Silber grundsätzlich unruhiger läuft als Gold: die Industrienachfrage.
Quellen
- wallstreetONLINE Redaktion, 16.8.2026: „Silber: Schicksalsmonat August: Silberpreis-Prognose: Jetzt entscheidet sich die Trendwende bei Silber“
- wallstreet-online, Kursleiste, Stand 17.8.2026, ca. 3:58 Uhr: Silber 64,70 US-Dollar, +0,35 %
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IM Invests · https://iminvests.de/news/silberpreis-august-industrienachfrage/