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Silber im „Schicksalsmonat“ August: Warum der Preis auch an der Industrie hängt

Eine Prognose nennt den August einen Schicksalsmonat für Silber. Die Begründung bleibt offen – klar ist, warum Silber unruhiger läuft als Gold.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Eine Prognose von wallstreet-online bezeichnet den August als „Schicksalsmonat“ für Silber und sieht die Trendwende der zuletzt ins Stocken geratenen Erholungsrallye jetzt bevorstehen. Warum ausgerechnet dieser Monat entscheidend sein soll, führt die Überschrift nicht aus – die Begründung dafür gibt die vorliegende Quelle nicht her. Am Morgen des 17. August notiert Silber laut der Kursleiste bei 64,70 US-Dollar, ein Plus von 0,35 Prozent.

Silber ist nicht einfach das kleine Gold

Ein erheblicher Teil der weltweiten Silbernachfrage kommt aus der Industrie – etwa aus Elektronik, Solartechnik und Medizintechnik. Gold wird dagegen kaum industriell verbraucht, sondern überwiegend als Wertanlage und Schmuck gehalten. Dieser Unterschied erklärt, warum Silber stärker auf Konjunkturerwartungen reagiert als Gold und historisch sowohl in Aufschwüngen als auch in Abschwüngen ausgeprägtere Kursbewegungen zeigt.

Was eine Prognose leisten kann – und was nicht

Eine Trendwende „jetzt“ zu erwarten, ist eine Einschätzung, keine Tatsache. Solche Prognosen beruhen meist auf Chartmustern oder Positionierungsdaten, die auch anders ausgehen können, als die Überschrift suggeriert.

Was daraus folgt: Ob August tatsächlich zum Wendepunkt wird, lässt sich heute nicht überprüfen – nachvollziehbar ist dagegen, warum Silber grundsätzlich unruhiger läuft als Gold: die Industrienachfrage.

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