dpa-AFX meldete am Montag um 20:32 Uhr Verluste an der Wall Street und nannte dafür zwei Gründe: den Ölpreisanstieg und KI-Nachrichten. Um 22:56 Uhr präzisierte die Agentur eine dieser KI-Nachrichten: OpenAI habe die Veröffentlichung eines neuen KI-Modells gestrichen. Weitere Gründe für die Absage nennt die Meldung nicht.
Ein Index leidet stärker als der andere
Laut wallstreet-online.de stand der US Tech 100 zuletzt 1,05 Prozent im Minus, der US 30 dagegen nur 0,63 Prozent. Das ist kein Zufall: Der US Tech 100 enthält deutlich mehr Technologie- und KI-nahe Unternehmen als der US 30. Eine Nachricht, die speziell die KI-Branche betrifft, bewegt deshalb die beiden Indizes unterschiedlich stark, obwohl beide an derselben Börse gehandelt werden.
SoftBanks Klumpenrisiko
Zum selben Themenfeld berichtete wallstreet-online.de über SoftBank Group: Das Unternehmen sei „All in“ auf OpenAI und Künstliche Intelligenz gegangen, was laut dem Bericht die eigene Existenz des Konzerns gefährde. Das ist ein Beispiel für Klumpenrisiko – die Abhängigkeit eines Unternehmenswerts von einer einzigen Wette, statt von einem breiten Geschäft.
Was daraus folgt: Wer auf ein einzelnes Thema wie Künstliche Intelligenz setzt, trägt nicht nur dessen Chancen, sondern auch dessen Rückschläge in voller Wucht mit – ein Unterschied zu breiter gestreuten Engagements.
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