Goldreporter berichtete am 6. August über die weltweiten Goldreserven: Polen kaufe kräftig zu, weitere große Käufer seien am Markt. In derselben Beitragsliste steht die Meldung, dass Südkoreas Zentralbank erstmals seit 13 Jahren wieder Gold gekauft habe.
Was eine Währungsreserve ist
Eine Notenbank hält Vermögenswerte, mit denen sie im Notfall handlungsfähig bleibt – etwa um die eigene Währung zu stützen oder Auslandsschulden zu bedienen. Der größte Teil davon sind üblicherweise Fremdwährungen, vor allem Staatsanleihen in Dollar und Euro.
Gold ist in dieser Aufstellung der Sonderfall: Es zahlt keine Zinsen. Wer eine Anleihe hält, bekommt laufend etwas dafür; wer Gold hält, bekommt nichts. Rein nach Ertrag betrachtet ist Gold in einer Reserve ein schlechtes Geschäft.
Warum es trotzdem gekauft wird
Weil Gold eine Eigenschaft hat, die keine Anleihe besitzt: Es ist die Verbindlichkeit von niemandem. Eine Staatsanleihe ist immer ein Versprechen eines anderen Staates – und die Erfahrung, dass ein solches Versprechen eingefroren oder gestrichen werden kann, ist für Notenbanken kein theoretischer Gedanke.
Für Privatanleger ist die Übertragung heikel: Eine Notenbank denkt in Jahrzehnten und hat kein Renteneintrittsdatum. Wer daraus ableitet, was im eigenen Depot sinnvoll ist, überträgt eine Aufgabenstellung, die mit der eigenen wenig zu tun hat.
Quellen
- Goldreporter, „Goldreserven weltweit: Polen kauft kräftig zu – weitere große Käufer am Markt“ vom 6.8.2026, abgerufen 7.8.2026, 03:33 Uhr UTC
- Goldreporter, „Südkoreas Zentralbank kauft erstmals seit 13 Jahren wieder Gold“, abgerufen 7.8.2026, 03:33 Uhr UTC
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IM Invests · https://iminvests.de/news/zentralbanken-goldkaeufe-2026-08-07/