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IM Invests

Fundamentalanalyse

Umsatz und Margen

Warum Wachstum allein nichts sagt und was die verschiedenen Margen über das Geschäftsmodell verraten.

7 Min. LesezeitRechenweg

Umsatz ist Größe, Marge ist Qualität. Ein Unternehmen, das mit steigendem Umsatz sinkende Margen zeigt, kauft sich sein Wachstum.

Umsatz ist die erste Zeile jeder Gewinn- und Verlustrechnung und die am häufigsten zitierte Zahl über ein Unternehmen. Für sich allein sagt sie fast nichts: Ein Händler mit einer Milliarde Umsatz und ein Softwarehaus mit derselben Milliarde sind grundverschiedene Geschäfte.

Die Margen

Bruttomarge = Bruttoergebnis ÷ Umsatz Operative Marge = EBIT ÷ Umsatz Nettomarge = Jahresüberschuss ÷ Umsatz

Drei Stufen derselben Frage: Wie viel von einem Euro Umsatz bleibt übrig – nach den Herstellkosten, nach allen Betriebskosten, nach Zinsen und Steuern.

Größenordnungen, die je nach Geschäftsmodell üblich sind.
GeschäftBruttomargeWarum
Softwaresehr hochEine weitere Kopie kostet fast nichts
MarkenartikelhochDer Preis trägt die Marke, nicht nur das Produkt
IndustriemittelMaterial und Fertigung schlagen durch
LebensmittelhandelniedrigDer Wettbewerb läuft über den Preis; verdient wird über die Menge

Was die Entwicklung verrät

  • Umsatz steigt, Marge stabil: Das Geschäft wächst, ohne an Qualität zu verlieren. Der günstigste Fall.
  • Umsatz steigt, Marge fällt: Wachstum wird über Preisnachlässe oder teure Zukäufe erkauft.
  • Umsatz stagniert, Marge steigt: Es wird gespart. Kann Effizienz sein – oder gekürzte Forschung, die in einigen Jahren fehlt.
  • Beide fallen: Das Geschäftsmodell steht unter Druck.

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