Der DAX ist am Montag mit einer deutlichen Kurslücke in die Woche gestartet. Am Freitag schloss er bei 25.069 Punkten, vorbörslich notierte er bereits um 25.350; bis zum Mittag stand ein Plus von rund 1,6 Prozent auf etwa 25.500 Punkte – der höchste Stand seit fast drei Wochen. Auslöser ist die Waffenpause zwischen den USA und Iran: Nach dreizehn aufeinanderfolgenden Nächten mit Luftangriffen haben beide Seiten ihre Angriffe über das Wochenende ausgesetzt.
Was eine Kurslücke ist – und warum sie hier alles erklärt
Zwischen dem Freitagsschluss und der Montagseröffnung wurde in Frankfurt nicht gehandelt. Die Nachricht kam am Wochenende, verarbeitet wurde sie in der ersten Sekunde des Montagshandels. Der Kurs sprang von 25.069 auf über 25.300, ohne dass es dazwischen einen Preis gab. Eine solche Lücke heißt Gap.
Das ist mehr als eine Feinheit der Kursdarstellung. Wer am Freitag verkauft hatte – aus welchem guten Grund auch immer –, war bei diesem Sprung nicht dabei und konnte auch nicht mehr einsteigen: Der günstige Kurs existierte nie. Eine Stop-Loss-Order, die bei 25.000 Punkten verkaufen sollte, hätte bei einer Lücke nach unten genauso wenig zum gewünschten Preis ausgelöst.
Eine Waffenpause ist keine Lösung
Ausgesetzt ist nicht beendet. Der Markt preist heute die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung ein, nicht die Lösung selbst. Kehrt der Konflikt zurück, kann dieselbe Bewegung in einer einzigen Eröffnung wieder verschwinden – dann als Lücke nach unten.
Quellen
- wallstreetONLINE: DAX – Gap-up! (27.07.2026)
- Handelsblatt: Dax erreicht den höchsten Stand seit fast drei Wochen
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