Die Deutsche Bank hat ein weiteres starkes Quartal vorgelegt. Der Gewinn vor Steuern stieg im dritten Quartal um acht Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt nur mit rund 2,4 Milliarden gerechnet.
Warum zwei Gewinnzahlen unterschiedlich stark wachsen
Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn legte dagegen nur um gut ein Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Der Unterschied zum kräftigeren Plus beim Vorsteuergewinn zeigt, wie stark Steuern und Sondereffekte das Ergebnis einer Bank verändern können, bevor es überhaupt bei den Aktionären ankommt.
Auch die Erträge übertrafen mit 8,3 Milliarden Euro die Konsensschätzung von 8,2 Milliarden leicht. Die Bank sieht sich damit auf gutem Weg, ihr selbst gestecktes Ertragsziel von rund 33 Milliarden Euro für das laufende Jahr zu übertreffen.
Die Aktie reagiert deutlicher als die Zahlen
Die Aktie der Deutschen Bank stieg um gut drei Prozent und war damit am Mittwoch der Spitzenreiter im Dax. Ein eigenes, selbst gesetztes Jahresziel zu übertreffen, wird von Anlegern oft als Signal gewertet – unabhängig davon, wie die Zahl im Vergleich zu den Schätzungen externer Analysten ausfällt.
Für Sparer und Anleger lohnt sich bei solchen Meldungen ein zweiter Blick: Vorsteuergewinn, Nettogewinn und Erträge messen unterschiedliche Dinge. Nur wer alle drei kennt, sieht, worauf sich eine Kursreaktion tatsächlich stützt.
Quellen
- Handelsblatt, 28.10.2026, 09:31 Uhr (Yasmin Osman): „Quartalszahlen: Deutsche Bank erzielt Milliardengewinn und übertrifft Erwartungen – Aktie an der Dax-Spitze"
- onvista, 28.10.2026, 11:57 Uhr: „Deutsche Bank mit Rekordzahlen – SK Hynix glänzt"
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IM Invests · https://iminvests.de/news/deutsche-bank-rekordquartal-dax-spitze/