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Gold über 4.300 Dollar: die stärkste Woche seit Januar

Gold beendet die Woche über 4.300 Dollar – so stark wie seit Januar nicht. Treiber sind kippende Zinserwartungen, und am Mittwoch folgt der nächste Test.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Gold hat laut FXStreet die Woche oberhalb von 4.300 Dollar je Feinunze beendet – nach der stärksten Wochenrally seit Januar. Unmittelbar nach dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag reichte die Bewegung laut finanzmarktwelt.de in der Spitze bis 4.371 Dollar; am Sonntagabend stand der Preis in der Kursleiste von wallstreet-online bei 4.342,26 Dollar.

Der Treiber heißt nicht „Krise“, sondern „Zinserwartung“

Die naheliegende Erklärung – Gold steigt, weil die Welt unsicher ist – greift diese Woche zu kurz. Der Auslöser war präziser: Nach dem Jobbericht brachen die Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung der Fed ein. Gold zahlt keine Zinsen; sein größter Konkurrent ist die verzinste Staatsanleihe. Sinken die erwarteten Zinsen, sinken die Opportunitätskosten des Goldhaltens – und der Preis bekommt Rückenwind. FXStreet nennt die einbrechenden Zinserhöhungserwartungen ausdrücklich als Träger der Bewegung.

Was daraus folgt: Wer Gold im Depot hat, sollte weniger auf Krisenschlagzeilen schauen als auf Realzinsen und Zinserwartungen. Eine Woche wie diese zeigt den Mechanismus in Reinform – der Preis bewegte sich in Stunden, in denen sich an den Krisen der Welt nichts geändert hat, wohl aber an den Zinswetten.

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