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Geldpolitik

Fed erhöht den Leitzins – Gold steigt auf 4.380 Dollar

Nach der jüngsten Zinserhöhung der Fed klettert der Goldpreis auf 4.380 Dollar. Zugleich kaufen Zentralbanken und der größte Gold-ETF weiter zu.

Redaktion IM Invests5 Min. Lesezeit

Der Goldpreis steht laut der Kursleiste von finanzen.net zum Stand Samstagfrüh, 19. September, 02:20 Uhr bei 4.380 Dollar je Feinunze, ein Plus von 0,9 Prozent. Das kommt wenige Tage, nachdem die US-Notenbank Fed ihren Leitzins angehoben hat – Goldreporter berichtete am 16. September, die Fed habe dabei zugleich einen weiteren Zinsschritt für dieses Jahr signalisiert.

Am 17. September schrieb Goldreporter, dass der Konflikt zwischen Präsident Trump und der Notenbank seit der Erhöhung weiter wachse: Trump fordere deutlich niedrigere Zinsen, und die Quelle warf die Frage auf, ob er versuchen könnte, Fed-Chef Kevin Warsh erneut aus dem Amt zu entfernen. Eine Antwort darauf nannte die Quelle nicht.

Wer kauft eigentlich noch Gold?

Eine höhere Notenbankzinsen gelten normalerweise als Gegenwind für Gold, weil das Metall selbst keine Zinsen zahlt und verzinste Anlagen dadurch attraktiver werden. Dass der Goldpreis trotzdem steigt, lässt sich mit zwei weiteren Meldungen erklären: wallstreetONLINE berichtete am 17. September, China und andere Brics-Staaten hätten ihre Goldreserven massiv aufgestockt. Und Goldreporter meldete am selben Tag, der weltweit größte Gold-ETF habe seine Bestände erneut leicht ausgebaut.

Beide Käufergruppen folgen keiner Zinslogik im engeren Sinn: Notenbanken kaufen Gold auch aus Gründen der Reservediversifikation, ETF-Anleger reagieren oft auf allgemeine Unsicherheit. Ein einzelner Zinsschritt erklärt damit nur einen Teil der Preisbewegung, nicht die ganze.

Was in der kommenden Woche ansteht

Für Montag, den 21. September, nennt der Wirtschaftskalender von wallstreet-online mehrere Termine mit Bezug zur Geldpolitik: den Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, eine Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde und einen Auftritt von Fed-Mitglied Austan Goolsbee. Konkrete Uhrzeiten dazu nennt der Kalender nicht.

Was daraus folgt: Wer den Goldpreis allein aus der Zinsentscheidung erklären will, übersieht die zweite Nachfrageseite. Wie stabil das Zusammenspiel aus Zentralbankkäufen und Zinserwartung bleibt, zeigt sich frühestens an den Terminen der kommenden Woche.

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