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Gold steigt auf rund 4.100 Dollar – in Euro weniger

Der Goldpreis legt zum Wochenstart um ein Prozent zu. In Euro gerechnet bleibt weniger davon übrig, und daran lässt sich gut zeigen, warum ein Goldkurs zwei Ursachen hat.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Gold ist fester in die Woche gestartet. Die Feinunze kostete am Montagmorgen rund 4.095 US-Dollar und damit etwa ein Prozent mehr als am Freitag. In Euro gerechnet lag der Preis bei etwa 3.588 Euro – ein Plus von nur rund 0,7 Prozent. Gestützt wird das Metall von der Entspannung im Iran-Konflikt und den fallenden Ölpreisen.

Warum dieselbe Unze zwei verschiedene Zahlen ergibt

Gold wird international in US-Dollar je Feinunze gehandelt – 31,1035 Gramm. Der Euro-Preis entsteht daraus erst durch Umrechnung. Wer in Euro rechnet, hat deshalb zwei Bewegungen im Preis: die des Metalls und die des Wechselkurses.

Heute zeigt sich das an einer Differenz von 0,3 Prozentpunkten: Gold stieg in Dollar um ein Prozent, in Euro um 0,7 Prozent. Die Lücke ist der Wechselkurs – der Euro hat gegenüber dem Dollar zugelegt und einen Teil des Gewinns aufgezehrt. In anderen Phasen wirkt derselbe Mechanismus in die andere Richtung und macht aus einem Dollar-Verlust einen Euro-Gewinn.

Der Mittwoch ist der eigentliche Termin

Gold zahlt keinen Zins. Wer es hält, verzichtet auf den Ertrag, den er anderswo sicher bekäme – und dieser Verzicht richtet sich nach dem Realzins, also dem Zins abzüglich der erwarteten Inflation. Deshalb ist der Fed-Entscheid am Mittwoch für den Goldpreis wichtiger als fast jede andere Nachricht dieser Woche.

Aus technischer Sicht bleibt es vorerst bei einer Erholung: Um den seit rund sechs Monaten laufenden Abwärtstrend zu beenden, müsste der Preis die Marke von 4.200 Dollar überwinden.

Quellen

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