Am heutigen Freitag verfallen an der Wall Street laut wallstreet-online Optionen mit einem Nominalwert von 6,2 Billionen US-Dollar, die sich unter anderem auf den S&P 500, den Nasdaq 100 und den Dow Jones beziehen. Die Quelle beschreibt den Tag als potenziell turbulent, ohne die Einschätzung näher zu begründen.
Was an einem großen Verfalltag passiert
An einem solchen Termin laufen gleichzeitig mehrere Arten von Terminkontrakten und Optionen auf Indizes und Einzelaktien aus. Händler müssen ihre Absicherungspositionen rund um diese Kontrakte neu ordnen, was kurzfristig zu höheren Handelsvolumina und teils sprunghaften Kursbewegungen führen kann – unabhängig davon, ob sich an den wirtschaftlichen Rahmendaten etwas geändert hat.
Der genannte Nominalwert von 6,2 Billionen Dollar ist dabei nicht gleichzusetzen mit einer Summe, die tatsächlich den Besitzer wechselt: Ein Großteil der Optionen verfällt wertlos oder wird glattgestellt, statt tatsächlich ausgeübt zu werden. Der reale Geldfluss an einem Verfalltag liegt deshalb regelmäßig weit unter der genannten Nominalsumme.
Kurzfristige Unruhe, kein neues Signal
Die Kursausschläge rund um einen Verfalltag entstehen aus der technischen Positionierung der Marktteilnehmer, nicht aus neuen Informationen über die Wirtschaft. Erfahrungsgemäß klingt die zusätzliche Bewegung nach Handelsschluss rasch wieder ab.
Was daraus folgt: Ein einzelner Verfalltag mit auffälligen Kursausschlägen ist für sich genommen keine neue Nachricht über die wirtschaftliche Lage – ein Grund, ihn von echten fundamentalen Ereignissen zu unterscheiden.
Quellen
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