Der Irak exportierte im September rund 2,65 Millionen Barrel Öl pro Tag. Rund 250.000 Barrel davon liefen bereits über eine Route zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan, die an der Straße von Hormus vorbeiführt.
Per Lastwagen zur Pipeline
Rohöl aus dem Südirak wird dafür per Tanklastwagen zu den Fördergebieten bei Kirkuk gebracht. Bei einem Test Mitte September transportierten die Lastwagen laut der Meldung rund 38.000 Barrel in Richtung Kirkuk. Von dort läuft das Öl durch das türkische Pipelinenetz weiter nach Ceyhan.
Bis zu 750.000 Barrel möglich
Das im August verlängerte Pipelineabkommen zwischen Irak und der Türkei erlaubt rechnerisch bis zu 750.000 Barrel pro Tag. Tatsächlich flossen zuletzt nur rund 170.000 Barrel. Der Irak bietet sein Öl den Angaben zufolge mit einem Abschlag von 15 bis 20 Dollar je Barrel unter dem Weltmarktpreis an, unter anderem an die Handelshäuser Vitol und ADNOC.
Was daraus folgt: Ein Preisabschlag von bis zu 20 Dollar je Barrel ist kein Zeichen von Stärke, sondern der Preis für einen schnellen Verkauf abseits der üblichen Route. Ob der Irak die rechnerisch mögliche Menge erreicht, zeigt sich erst an der Lücke zwischen genehmigter und tatsächlich geflossener Menge – die liegt aktuell beim Vierfachen.
Quellen
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IM Invests · https://iminvests.de/news/irak-oelexport-ceyhan-route-hormus-umgehen/