Kanadas Premierminister Mark Carney erklärte die geplante Pacific-Link-Pipeline zum „Projekt von nationalem Interesse“. Das beschleunigt das Genehmigungsverfahren erheblich.
Eine Million Barrel täglich durch die Rocky Mountains
Die Leitung soll Öl aus den Ölsanden Albertas durch British Columbia bis zu einem neuen Tiefwasserterminal bei Roberts Bank südlich von Vancouver führen. Von dort sollen große Tanker das Rohöl vor allem nach Asien bringen. Geplante Kapazität: bis zu eine Million Barrel pro Tag. Baubeginn soll laut den Regierungsplänen im September 2027 sein.
35 bis 44 Milliarden kanadische Dollar
Die Kosten werden mit 35,2 bis 43,7 Milliarden kanadischen Dollar veranschlagt. Federführend ist der staatliche Betreiber Trans Mountain, beteiligt ist auch Pembina Pipeline. Mindestens zehn Prozent der Anteile sind für indigene Gruppen vorgesehen.
Kanada exportierte 2025 rund 4,3 Millionen Barrel Öl pro Tag, davon 90,1 Prozent in die USA. Die neue Pipeline soll diesen Anteil senken.
Was daraus folgt: Ein einzelner Abnehmer für neun von zehn exportierten Barrel ist ein Klumpenrisiko für jeden Produzenten. Ob sich das Projekt für Kanada lohnt, hängt auch davon ab, wie sich der Handelsstreit mit den USA weiterentwickelt – dazu nennt die Meldung nur den Anlass, keinen aktuellen Stand.
Quellen
Die Zusammenfassung ist redaktionell verfasst. Für die Inhalte verlinkter Seiten sind deren Betreiber verantwortlich. Fehler in diesem Artikel melden
Schlagwörter
- Kanada
- Pipeline
- Öl
- Handel
IM Invests · https://iminvests.de/news/kanada-pacific-link-pipeline-oelexporte-asien/