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Meta: Umsatz über Erwartung, Gewinn deutlich darunter

Der Umsatz lag mit 60,8 Milliarden Dollar über den Schätzungen – die Aktie fiel trotzdem um acht Prozent. Der Grund steht in der Kostenzeile: plus 55 Prozent.

Redaktion IM Invests5 Min. Lesezeit

Meta meldete am Mittwochabend für das zweite Quartal 60,8 Milliarden Dollar Umsatz – etwas mehr, als Analysten geschätzt hatten. Der Gewinn je Aktie verfehlte dagegen deutlich: 6,18 Dollar statt erwarteter 7,14, rund 13 Prozent darunter. Die Aktie verlor nachbörslich etwa acht Prozent.

Wie beides zugleich stimmen kann, zeigt der Weg vom Umsatz zum Gewinn: Die betrieblichen Kosten stiegen um 55 Prozent zum Vorjahr – getrieben vom Aufbau der KI-Rechenzentren und von gestiegenen Rechtskosten. Das Betriebsergebnis fiel dadurch um acht Prozent, obwohl oben mehr hereinkam. Zusätzlich hob Meta die Untergrenze der geplanten Investitionen an: 135 bis 145 Milliarden Dollar sollen es im Gesamtjahr werden, fast ausschließlich für Rechenzentren und KI-Infrastruktur.

Wohin der Umsatz verschwindet

Eine Gewinn- und Verlustrechnung ist eine Kette: Umsatz minus Kosten gleich Betriebsergebnis, daraus nach Steuern der Gewinn, geteilt durch die Aktienzahl der Gewinn je Aktie. Ein Beat ganz oben sagt nichts darüber, was unten ankommt – jede Zwischenzeile kann ihn aufzehren. Bei Meta taten das zwei Posten: laufende Kosten für Personal und Rechenzentren, die sofort in der Rechnung stehen, und die Investitionen, die als Abschreibungen die Gewinne der kommenden Jahre belasten werden.

Was daraus folgt: Die Umsatzzeile beantwortet die Frage „wächst das Geschäft?“. Die Gewinnzeile beantwortet „bleibt davon etwas übrig?“. Wer nur eine der beiden liest, kennt die halbe Geschichte – und die Kursreaktion richtet sich regelmäßig nach der anderen Hälfte.

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