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Zu wenig Regen, zu wenig Gas: zwei Engpässe an einem Morgen

Der Panamakanal fährt wegen Trockenheit weniger Schiffe, deutsche Gasspeicher melden ein Rekordtief – zwei unabhängige Geschichten.

Redaktion IM Invests4 Min. Lesezeit

Zwei Kurzmeldungen von heute Nacht handeln beide von Wasser – oder eher von dessen Fehlen – und beide betreffen Rohstoff- und Frachtmärkte, ohne dass die eine mit der anderen zu tun hätte.

Der Panamakanal hängt am Regen

Wegen zu geringer Niederschläge senkt der Panamakanal laut dpa-AFX die Zahl der Schiffspassagen. Um wie viele Schiffe es konkret geht, nennt die Meldung nicht. Der Grund dafür, dass Regen überhaupt eine Rolle spielt, liegt an der Bauart des Kanals: Seine Schleusen werden nicht mit Meerwasser, sondern mit Süßwasser aus Stauseen betrieben – bei Trockenheit sinkt der Pegel dieser Seen, und die Behörde muss die Zahl der täglichen Durchfahrten begrenzen.

Deutsche Gasspeicher auf Rekordtief

Fast zeitgleich meldet der Gasspeicherverband laut derselben Quelle ein Rekordtief bei den Füllständen. Auch hier fehlt in der Kurzmeldung die konkrete Prozentzahl, mit der sich der Füllstand sonst beziffern lässt. Niedrige Speicherstände vor der Heizsaison gelten grundsätzlich als ein Faktor, der die Preiserwartung am Gasmarkt beeinflussen kann – ob und wie stark das hier der Fall ist, sagt die Meldung selbst nicht.

Was daraus folgt: Zwei Engpassmeldungen am selben Morgen bedeuten nicht automatisch eine gemeinsame Ursache. Der Panamakanal reagiert auf lokale Regenfälle in Mittelamerika, die deutschen Gasspeicher auf europäischen Verbrauch und Einkauf – beide Geschichten verdienen es, einzeln gelesen zu werden.

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