Direkt zum Inhalt springen
IM Invests

Fundamentalanalyse

Cashflow und freier Cashflow

Die drei Bereiche der Kapitalflussrechnung und warum der freie Cashflow die ehrlichste Zahl im Bericht ist.

8 Min. LesezeitRechenweg

Der freie Cashflow ist das Geld, das nach allen Investitionen übrig bleibt. Nur daraus lassen sich Dividenden, Rückkäufe und Tilgungen dauerhaft bezahlen.

Die Kapitalflussrechnung teilt alle Zahlungen in drei Bereiche. Wer sie einmal durchliest, weiß mehr über ein Unternehmen als aus dem Gewinn allein.

Die drei Bereiche und was ein Vorzeichen bedeutet.
BereichEnthältPositiv heißt
OperativGeld aus dem laufenden GeschäftDas Geschäft trägt sich selbst – der Normalfall bei gesunden Unternehmen
InvestitionKäufe und Verkäufe von Anlagen und BeteiligungenEs wurde mehr verkauft als investiert – bei wachsenden Unternehmen ungewöhnlich
FinanzierungKredite, Aktienausgaben, Dividenden, RückkäufeEs floss Geld zu – über neue Schulden oder neue Aktien

Freier Cashflow = operativer Cashflow − Investitionen ins Anlagevermögen

Was übrig bleibt, nachdem das Unternehmen sich selbst instand gehalten und ausgebaut hat. Diese Größe steht für Dividenden, Aktienrückkäufe und Schuldentilgung zur Verfügung.

Working Capital

Im operativen Cashflow steckt eine Zeile, die oft übersehen wird: die Veränderung des Nettoumlaufvermögens – Forderungen plus Lagerbestand minus Lieferantenverbindlichkeiten. Wächst ein Unternehmen, bindet es hier Geld: Es muss produzieren und liefern, bevor es bezahlt wird.

Lektion durchgearbeitet?

Markiere die Lektion, wenn du sie durch hast. In der Bereichsübersicht siehst du dann auf einen Blick, was noch offen ist.