Eine Rendite ohne das Risiko daneben ist keine Auskunft. Eine risikobereinigte Kennzahl ohne ihren Zeitraum ebenso wenig.
Zwei Fonds haben acht Prozent im Jahr gebracht. Der eine schwankte dabei um zehn Prozent, der andere um dreißig. Ohne die zweite Zahl sind die beiden nicht vergleichbar – risikobereinigte Kennzahlen setzen sie ins Verhältnis.
Sharpe = (Rendite − risikoloser Zins) ÷ Gesamtschwankung Sortino = (Rendite − risikoloser Zins) ÷ Abwärtsschwankung Information Ratio = (Rendite − Maßstab) ÷ Schwankung der Differenz
Alle drei folgen demselben Bau: oben ein Ertrag über einem Bezugspunkt, unten ein Streuungsmaß. Sie unterscheiden sich darin, gegen was gemessen wird und welche Schwankung zählt.
| Kennzahl | Beantwortet | Schwäche |
|---|---|---|
| Sharpe-Ratio | Wie viel Ertrag je Einheit Gesamtschwankung? | Bestraft Aufwärtsschwankung genauso wie Abwärtsschwankung |
| Sortino-Ratio | Wie viel Ertrag je Einheit Verlustschwankung? | Beruht auf weniger Datenpunkten und ist dadurch unruhiger |
| Information Ratio | Wie verlässlich schlägt ein Fonds seinen Maßstab? | Hängt vollständig an der Wahl des Maßstabs |
Für die Sharpe-Ratio gilt als grobe Einordnung: unter 0,5 wenig überzeugend, um 1 solide, über 2 auffällig gut – und ab dort lohnt die Frage, ob die Schwankung vollständig erfasst wurde.
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