Der maximale Rückgang misst nicht Schwankung, sondern Schmerz: wie tief es ging und wie lange es dauerte, bis es wieder aufgeholt war.
Der maximale Rückgang ist der größte prozentuale Verlust vom höchsten bis zum darauffolgenden tiefsten Stand. Er beantwortet die Frage, die eine Volatilitätszahl nicht beantwortet: Wie schlimm wurde es tatsächlich?
Rückgang = (Tiefstand − vorheriger Höchststand) ÷ vorheriger Höchststand
Gerechnet wird immer gegen den bisherigen Höchststand, nicht gegen den Anfangswert. Deshalb kann eine Anlage über den Gesamtzeitraum im Plus liegen und trotzdem einen schweren Rückgang aufweisen.
Warum die Erholungsdauer dazugehört
Ein Rückgang von vierzig Prozent, der nach einem Jahr aufgeholt ist, ist etwas anderes als derselbe Rückgang mit dreizehn Jahren Erholungszeit. Die zweite Zahl entscheidet darüber, ob jemand durchhält – und wer während der Erholungsphase Geld entnehmen muss, hat den Verlust festgeschrieben.
Dazu kommt die Asymmetrie der Prozentrechnung, die regelmäßig unterschätzt wird: Nach minus 50 Prozent braucht es plus 100, um wieder bei null zu sein. Nach minus 20 reichen plus 25.
| Rückgang | Nötiger Anstieg |
|---|---|
| −10 % | +11 % |
| −20 % | +25 % |
| −33 % | +50 % |
| −50 % | +100 % |
| −80 % | +400 % |
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