Die Dividendenrendite steigt, wenn der Kurs fällt. Die höchsten Renditen finden sich deshalb regelmäßig bei den Unternehmen mit den größten Problemen.
Dividendenrendite = Dividende je Aktie ÷ Kurs je Aktie Ausschüttungsquote = Dividende je Aktie ÷ Gewinn je Aktie
Die erste Zahl sagt, was die Ausschüttung bezogen auf den heutigen Kurs bringt. Die zweite sagt, welcher Anteil des Gewinns dafür verwendet wird.
Der Bruch in der Rendite
Im Nenner steht der Kurs. Halbiert er sich, während die Dividende gleich bleibt, verdoppelt sich die Rendite. Eine Aktie mit 9 Prozent Dividendenrendite ist deshalb selten ein Fund – meist erwartet der Markt, dass die Dividende gekürzt wird.
Die bessere Prüfung
Aussagekräftiger als die Quote auf den Gewinn ist die Quote auf den freien Cashflow. Der Gewinn ist eine Rechengröße, die Dividende wird in echtem Geld gezahlt. Wer über Jahre mehr ausschüttet, als frei erwirtschaftet wird, zehrt von der Substanz.
| Quote | Lesart |
|---|---|
| unter 30 % | Viel bleibt im Unternehmen – typisch für Wachstumswerte |
| 30 bis 60 % | Ausgewogen, in den meisten Branchen tragfähig |
| 60 bis 100 % | Wenig Spielraum für schwächere Jahre |
| über 100 % | Nicht verdient. Eine Kürzung ist wahrscheinlich |
Lektion durchgearbeitet?
Markiere die Lektion, wenn du sie durch hast. In der Bereichsübersicht siehst du dann auf einen Blick, was noch offen ist.