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Rechner

Kostenrechner: was eine Gebühr über die Jahre kostet

Eine Kostenquote von 1,5 Prozent klingt nach 1,5 Prozent weniger Ertrag. Über dreißig Jahre ist es rund ein Fünftel des Endvermögens. Der Rechner stellt zwei Gebühren bei sonst gleichen Annahmen gegenüber.

Eingaben

Was bereits angelegt ist. Kann null sein, wenn du bei null anfängst.

Für beide Anlagen dieselbe – genau darum geht es: Verglichen wird nur der Preis, nicht die Leistung.

Ein breit streuender Index-ETF liegt heute bei etwa 0,2 Prozent.

Aktiv verwaltete Aktienfonds liegen häufig zwischen 1,5 und 1,8 Prozent. Die Zahl steht im Factsheet als „laufende Kosten“ oder „TER“.

Ergebnis

Was die teurere Anlage nach 30 Jahren weniger einbringt

85.790 €

Das sind 24,3 % des Vermögens, das bei der günstigen Anlage dastünde – oder rechnerisch 2.860 € je Jahr.

Gleiche Einzahlung, gleiche Rendite, zwei Endstände

Beide Anlagen bekommen exakt dasselbe Geld und erwirtschaften vor Kosten exakt dieselbe Rendite. Der einzige Unterschied ist die Gebühr.

Eingezahlt
100.000 €
Endvermögen bei 0,20 % Kosten
352.768 €
Endvermögen bei 1,50 % Kosten
266.978 €
Nettorendite günstig
6,79 %

Nach Abzug der laufenden Kosten.

Nettorendite teuer
5,39 %

Derselbe Bruttoertrag, weniger davon bleibt übrig.

Gebühren insgesamt
101.508 €

Bei der teuren Anlage – die Entnahmen selbst plus alles, was sie bis zum Ende noch erwirtschaftet hätten.

Methodik

Methodik offengelegt

So wird gerechnet

Eine Fondskostenquote wird dem Vermögen entnommen, nicht dem Ertrag. Über ein Jahr gerechnet bleibt deshalb nicht die Differenz aus Rendite und Kosten übrig, sondern etwas weniger.

Nettorendite = (1 + Bruttorendite) × (1 − Kostenquote) − 1

Bei 7 Prozent Rendite und 1,5 Prozent Kosten bleiben 5,395 Prozent, nicht 5,5. Der Unterschied ist der Teil der Gebühr, der auf den Wertzuwachs des Jahres erhoben wird.

Sparraten werden monatlich verzinst, nicht als Jahresbetrag am Jahresende. Der Unterschied beträgt über dreißig Jahre mehrere Prozent, und er geht immer zulasten der bequemeren Rechnung.

Warum die Zahl so groß ausfällt

Weil die Gebühr zweimal wirkt. Sie nimmt einen Betrag heraus – und dieser Betrag erwirtschaftet danach nie wieder etwas. Nach dreißig Jahren besteht der größere Teil der Differenz nicht aus den Gebühren selbst, sondern aus dem Zinseszins, den sie verhindert haben.

Annahmen und Grenzen

  • Gleiche Bruttorendite für beide. Das ist die entscheidende Annahme. Ob ein teurer Fonds seine Kosten durch bessere Auswahl wieder einspielt, beantwortet dieser Rechner nicht – er zeigt, wie hoch die Hürde dafür ist.
  • Konstante Rendite. Tatsächlich schwankt sie. Für den Vergleich zweier Kostenquoten spielt das keine Rolle, weil beide dieselbe Schwankung erleben.
  • Keine Steuern. Sie fallen bei beiden an und verschieben das Ergebnis in dieselbe Richtung.