Rechner
Notgroschen: wie viele Monatsausgaben du wirklich brauchst
„Drei bis sechs Monatsgehälter“ ist derselbe Satz für eine Beamtin mit zwei Einkommen und für einen Selbstständigen mit zwei Kindern. Hier steht, was in deinem Fall daraus wird – und warum.
Eingaben
Wie viele Menschen tragen den Haushalt mit ihrem Einkommen? Zwei Einkommen beim selben Arbeitgeber zählen im Ernstfall wie eines.
Alles, was der Haushalt monatlich braucht – jährliche Posten wie Versicherungen anteilig gerechnet. Der Haushaltsrechner liefert die Zahl.
Was auch dann weiterläuft, wenn das Einkommen wegfällt: Miete oder Kredit, Nebenkosten, Versicherungen, Kita, Mobilfunk. Nicht: Restaurant, Kleidung, Urlaub, Abonnements.
Kinder und unterhaltsberechtigte Angehörige. Sie machen die kurzfristigen Auswege – Umzug, Nebenjob, Ortswechsel – langsamer.
Ergebnis
Empfohlener Notgroschen
12.000 € – 19.200 €
5 bis 8 Monatsausgaben, also 2 Monate mehr als die verbreitete Faustregel von 3 bis 6.
Wie diese Zahl zustande kommt
- 3–6Die Faustregel als Ausgangspunkt3 bis 6 Monatsausgaben – von hier aus wird nach oben und unten verschoben.
- +1Ein Einkommen trägt den HaushaltFällt es aus, fällt alles aus. Bei zwei Einkommen müssten beide gleichzeitig wegfallen, damit derselbe Fall eintritt.
- +1Fixkosten machen 63 % der Ausgaben ausEin guter Teil der Ausgaben lässt sich kurzfristig nicht senken. Was bleibt, reicht nicht, um den Ausfall aufzufangen.
- Fixkostenanteil
- 63 %
- Reichweite im Sparmodus
- 12,8 Monate
- Gegenüber der Faustregel
- +2 Monate
Der Teil der Ausgaben, der im Ernstfall weiterläuft.
Wie lange die Obergrenze trägt, wenn alles Streichbare gestrichen ist.
Die verbreitete Regel nennt 3 bis 6 Monatsausgaben – für jeden dieselbe Zahl.
Rechenweg mit deinen Zahlen anzeigenRechenweg mit deinen Zahlen
Jeder Schritt mit den Zahlen, die oben eingetragen sind. Wer möchte, kann das mit dem Taschenrechner nachvollziehen – dann muss man dieser Seite an dieser Stelle nicht glauben.
- 1
Die Zu- und Abschläge zusammenzählen
Summe aller Beiträge in Monaten
+1 +1 +2 Monate
Welcher Beitrag woher kommt, steht oben mit Begründung.
- 2
Auf die Faustregel aufschlagen
Faustregel + Summe der Beiträge
3 bis 6 + 2 5 bis 8 Monatsausgaben
Beide Enden werden gemeinsam verschoben – die Spannweite der Faustregel bleibt erhalten. Es gibt keine richtige Zahl, es gibt einen Bereich.
- 3
In Euro umrechnen
Monate × Ausgaben je Monat
5 bis 8 × 2.400 € 12.000 € – 19.200 €
An den Ausgaben, nicht am Gehalt. Die Frage ist, wie lange der Haushalt ohne Einkommen zurechtkommt.
- 4
Wie lange das im Sparmodus trägt
Obergrenze ÷ Fixkosten je Monat
19.200 € ÷ 1.500 € 12,8 Monate
Wenn alles Streichbare gestrichen ist. Das ist die Zahl, die im Ernstfall zählt.
Methodik
Methodik offengelegt
Warum die Faustregel nicht reicht
„Drei bis sechs Monatsgehälter“ ist nicht falsch, sondern unbeantwortet: derselbe Satz für eine Beamtin mit zwei Einkommen im Haushalt und für einen Selbstständigen mit zwei Kindern und achtzig Prozent Fixkosten. Für die eine ist er zu vorsichtig, für den anderen gefährlich zu knapp.
Die Faustregel bleibt hier der Ausgangspunkt und wird um benannte Beiträge verschoben. Jeder steht mit Grund und Erklärung unter dem Ergebnis – wer einem nicht folgt, ändert die zugehörige Angabe und sieht sofort, was sie ausmacht.
Ausgaben, nicht Gehalt
Notgroschen = (3 + Summe der Beiträge) × Monatsausgaben
Die Frage lautet: Wie lange kommt dieser Haushalt ohne Einkommen zurecht? Wer 4.000 € verdient und 2.000 € ausgibt, braucht einen halb so großen Puffer wie jemand mit demselben Gehalt und 4.000 € Ausgaben.
Warum der Fixkostenanteil so schwer wiegt
Weil er sagt, wie stark ein Haushalt bremsen kann. Wer die Hälfte seiner Ausgaben kurzfristig streichen kann – Restaurant, Kleidung, Urlaub, Abonnements –, hält mit demselben Betrag fast doppelt so lange durch wie jemand, dessen Geld zu neun Zehnteln in Miete, Kredit und Versicherungen geht.
Deshalb steht neben der Spanne die Reichweite im Sparmodus: dieselbe Summe, aber nur noch die Fixkosten laufen. Das ist die Zahl, die im Ernstfall zählt.
Grenzen dieses Rechners
Passende Grundlagen
Die Theorie hinter diesem Rechner – ausführlich erklärt.
- TagesgeldTagesgeld ist täglich verfügbar und nominal sicher – der Preis dafür ist eine Rendite, die die Inflation kaum schlägt.
- Worauf Einsteiger achtenDie Reihenfolge der Schritte entscheidet mehr über das Ergebnis als die Wahl des Produkts.
- InflationInflation ist der stille Posten in jeder Geldanlage: Sie steht auf keinem Kontoauszug und wirkt trotzdem jedes Jahr.
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- RentenrechnerRentenpunkte, Bruttorente und geschätzte Nettorente auf einen Blick.
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- HaushaltsrechnerEinnahmen, Ausgaben, Sparquote und Notgroschen-Ziel.
- Sparplan am echten VerlaufSparplan an echten Kursen gegen dieselbe Rendite ohne Schwankung.
- Kaufen oder mietenKaufen gegen Mieten bei gleichem Geldabfluss, über die ganzen Kosten.
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- DepotanalyseGewichtung nach Anlageart, Branche, Land und Währung – samt Klumpenrisiko.